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Turangalîla

Musical Theater, Basel So 29. Januar 2017, 19 UHR

Olivier Messiaen 1908-1992

Turangalîla-Sinfonie - für Klavier, Ondes Martenot und grosses Orchester

Kirill Zwegintsow Klavier

Kirill Zwegintsow wurde 1983 in Askanija Nowa in der Ukraine geboren. Er begann mit sechs Jahren das Klavierspiel an der Musikgrundschule in Askanija Nowa, später besuchte er das S. Lysenko Musikgymnasium für speziell Begabte in Kiew und studierte 2002 – 2005 an der Tschaikowsky Musikakademie in Kiew bei Prof. Boris Archimowitsch. Ab 2005 studierte er in der Konzertklasse von Prof. Tomasz Herbut an der Hochschule der Künste in Bern, welche er 2008 mit Auszeichnung abschloss. Im Sommer 2011 hat er seine Ausbildung mit dem Diplom «Master of Arts in Specialized Music Performance» mit Auszeichnung abgeschlossen. Von 2011 bis 2013 studierte er die zeitgenössische Musik an der Musikakademie in Basel.

 

 Kirill Zwegintsow wurde sehr häufig in Wettbewerben ausgezeichnet. Er gibt zahlreiche Solorezitals, Konzerte mit Orchester, Kammermusikabende, Liederabende in der Schweiz, Ukraine, Polen, Italien, Kanada, Argentinien, Brasilien; er trat an Festivals «Murten Classics», «Menuhin Festival Gstaad», «Les Sommets du Classique», «Musikfestival Bern», «Davos Festival» auf. 2012 erschien seine Liveaufnahme von 24 Präludien und Fugen von D. Schostakowitsch beim Verlag Müller und Schade. Er wirkte als Assistent in der Klavierklasse von Konstantin Lifschitz an der Hochschule für Musik in Luzern. Im Juni 2015 spielte er das zweite Konzert von Beethoven im Berner Kultur-Casino unter Mario Venzago. Er arbeitet derzeit zudem als Korrepetitor für die zeitgenössische Musik bei der Musikakademie Basel und der Hochschule der Künste Bern.

Bruno Perrault Ondes Martenot

Bruno Perrault studierte Klavier und Ondes Martenot am Conservatoire de Strasbourg und am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris. Er ist ein international gefragter Interpret für die mit Ondes Martenot besetzten Werke von Olivier Messiaen (u.a. Turangalîla-Symphonie mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter Myung-Whun Chung, die Oper «Saint François d’Assise» an der Nationale Opera in Amsterdam, das Chorwerk «Trois Petites Liturgies de la Présence Divine» mit dem Prague Symphony Orchestra oder das Sextett «Fête des Belles Eaux» am Kuhmo Chamber Music Festival in Finnland).

 

Als Mitglied der italienischen Theatergruppe «Fanny & Alexander» hat Bruno Perrault während fünf Jahren ganz Europa bereist. Mit der London Sinfonietta nahm er das vom Radiohead-Gitarristen Jonny Greenwood komponierte Werk «Smear» für zwei Ondes Martenot und Orchester auf, welches später für den Soundtrack des Oscar-prämierten Filmdramas «There Will Be Blood» (2007) verwendet wurde. An den BBC Proms 2016 hat Bruno Perrault dieses Werk kürzlich wieder aufgeführt.

 

2013 hat Bruno Perrault mit dem italienischen Pianisten Matteo Ramon Arevalos eine CD mit Werken von zeitgenössischen Komponisten für Ondes Martenot und Klavier aufgenommen, die unter dem Titel «Sérimpie» beim Label ReR erschienen ist.

 

www.brunoperrault.com

Baldur Brönnimann Dirigent

Baldur Brönnimann ist einer der führenden Dirigenten für zeitgenössische Musik. In Basel geboren und in Pratteln aufgewachsen, wurde er an der Musikakademie der Stadt Basel und dem Royal Northern College of Music in Manchester ausgebildet. Nach seinem Studium war er dort als Lehrbeauftragter für Dirigieren tätig.

Mit seiner grossen Offenheit ist Brönnimann im Opernhaus wie im Konzertsaal viel gefragt. Zu den Höhepunkten seiner Karriere zählen die Zusammenarbeit mit La Fura dels Baus an György Ligetis «Le Grand Macabre» an der English National Opera und dem Teatro Colón, Buenos Aires; John Adams' «The Death of Klinghoffer» an der English National Opera; Kaija Saariahos «L'amour de loin» an der Norwegian Opera und dem internationalen Festival in Bergen sowie Fausto Romitellis «Index of Metals» mit Barbara Hannigan am Theater an der Wien. Am Teatro Colón dirigierte er auch Arnold Schönbergs «Erwartung», Karol Szymanowskis «Hagith» und Helmut Lachenmanns «Das Mädchen mit den Schwefelhölzern» mit dem Komponisten als Sprecher.
Brönnimann arbeitet eng mit Komponisten wie John Adams, Kaija Saariaho, Harrison Britwistle, Unsuk Chin und Thomas Adès zusammen und wird sehr häufig für Ur- und Erstaufführungen angefragt.

Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet Baldur Brönnimann mit dem Teatro Colón in Buenos Aires, für welches er regelmässig Neuproduktionen zeitgenössischer Opern erarbeitet. Seit Januar 2015 ist er zudem Chefdirigent des Orquestra Sinfónica in Porto. Dort etablierte er Konzertprogramme, die eine Verbindung zwischen dem Standardrepertoire und unbekannten und zeitgenössischen Werken herstellen.

Bekannt für seine aussergewöhnlichen Konzertprogramme, arbeitet Brönnimann regelmässig mit Orchestern wie dem Oslo Philharmonic, dem Royal Stockholm Philharmonic, der Britten Sinfonia, dem Philharmonia Orchestra, dem BBC Symphony, dem Copenhagen Philharmonic und dem Seoul Philharmonic. Brönnimann wurde wiederholt von den führenden Ensembles für Neue Musik wie dem Ensemble interconterporain, dem Klangforum Wien und dem norwegischen BIT20, welches er bis 2015 geleitet hat, eingeladen.

Ab dieser Spielzeit 2016/17 ist Baldur Brönnimann Principal Conductor der Basel Sinfonietta und damit der erste Dirigent, der von dem selbstverwalteten Orchester in seiner 35-jährigen Geschichte für eine regelmässige Zusammenarbeit engagiert wurde. Sein Debut mit der Basel Sinfonietta gab er im Januar 2016.

Was soll man als Orchester für zeitgenössische Musik in einem Gebäude aus der Musical-Boomzeit spielen, in dieser Paarung aus Neoplüsch und Nüchternheit? Einfach: Eine grosse Symphonie!
Olivier Messiaens monumentale Turangalîla-Symphonie setzt sich mit unendlicher, kosmischer Liebe auseinander. Gleichzeitig sprengt sie in ihrer vielfarbigen Besetzung, mit den zwei Solisten und ihren zehn Sätzen alle Grenzen der symphonischen Konvention - genau das Richtige für uns und diesen Saal!

 

Konzerteinführung um 18.15 Uhr mit Theresa Steinacker

 

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