Halbe Gebühren, Gefährdung des Ganzen – Nein zur Zerstörung der medialen Grundversorgung
Das Netzwerk Kulturpolitik Basel stellt sich entschieden gegen die sogenannte «Halbierungs-Initiative». Was vordergründig als finanzielle Entlastung verkauft wird, zielt in Wahrheit auf die Substanz unserer demokratischen Gesellschaft.
Angriff auf die demokratische Urteilsfähigkeit
Die Initiative gefährdet einen der Grundpfeiler unserer Demokratie: die unabhängige Berichterstattung. Es ist Aufgabe des Staates, freie Bildung und freie Kunst zu garantieren, aber vor allem auch eine freie Presse. Eine Halbierung der SRG-Gebühren führt nicht zu einer Hälfte des Angebots, sondern gefährdet das Ganze. Wie wichtig ein funktionierender, unabhängiger Service Public ist, erleben wir in der aktuellen geopolitischen Lage beinahe täglich. Er ist das bestmögliche Gegengewicht zur Macht des Stärkeren und zu gezielter Desinformation.
Kulturauftrag statt Kommerz
Die öffentlich-rechtliche SRG hat den Auftrag, kulturelles Schaffen in seiner Breite und in allen vier Sprachregionen sichtbar zu machen. Bereits heute beobachten wir mit Sorge, wohin der Spardruck führt. Dabei stehen nicht nur einzelne Sendungsformate auf dem Spiel. Eine Gebührenhalbierung hätte weitaus drastischere Folgen und würde ganze Branchen – wie etwa die Filmproduktion – in ihrer Existenz gefährden sowie die fundierte Kulturberichterstattung gerade aus den kleineren Sprachregionen stark bedrohen. Kultur ist kein Luxus; sie ist das Erbe von morgen und schafft unverzichtbare Räume für Reflexion und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Appell des Netzwerk Kulturpolitik Basel
Die SRG bleibt für die Zukunft unserer Demokratie sowie für den gesellschaftlichen und kulturellen Dialog in der Schweiz unverzichtbar. Das Netzwerk Kulturpolitik Basel appelliert an die Stimmberechtigten, sich gegen diesen Kahlschlag zu wehren und der Halbierungsinitiative am 8. März ein deutliches NEIN entgegenzusetzen.
4. Februar 2026
Zum Verein «Netzwerk Kulturpolitik Basel»
Das «Netzwerk Kulturpolitik Basel» ist im Spätsommer 2020 aus dem Komitee «Für eine nachhaltige Kulturpartnerschaft BS/BL» erwachsen. Das Netzwerk versteht sich als proaktive kulturpolitische Lobbygruppe, die seine Mitglieder vernetzt, ihnen eine gemeinsame Stimme gibt und ihre Interessen gegenüber der Politik, sowie gegenüber anderen Vereinen und Verbänden vertritt.
Mitglieder sind:
• Basel Sinfonietta
• Basler Madrigalisten
• Basler Marionetten Theater
• Ensemble Phoenix Basel
• Gare du Nord
• junges theater basel
• Kammerorchester Basel
• Kaserne Basel
• KlangLab
• Kulturbüro Basel
• La Cetra Basel
• LiteraturBasel
• Neues Theater Dornach
• Musikbüro Basel
• Roxy Birsfelden
• Sinfonieorchester Basel
• Stadtkino Basel
• The Bird’s Eye Jazz Club
• Theater Basel
• Vorstadttheater Basel
Kontakt für Nachfragen
Chantal Bernstein

