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Tränen der Natur
Dillon, Šenk, Tan

K1 — Looking Up
Sonntag, 27. September 2026, 19 Uhr
Stadtcasino Basel

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James Dillon

"Lightning strike"

Nina Senk

«Changing» for Orchestra 

Tan Dun

Percussion Concerto «The Tears of Nature»

Vera Fischer, flute
Vivi Vassileva, drums
Titus Engel, Director
Basel Symphony Orchestra

Der Saisonauftakt steht im Zeichen der Naturereignisse: So faszinierend wie unberechenbar wirken sie auf unsere Welt und ihre Lebewesen. Drei elektrisierende Werke bringen das Wechselspiel dieser Kräfte zum Klingen. Eines davon ist James Dillons «Blitzschlag» aus den 1990er-Jahren, ein Konzert für Flöte und Orchester. Nach «Überschreiten» und «Helle Nacht» ist es das abschliessende Werk seines «German Triptych» — in ihm vertonte der schottische Komponist die Idee einer Erleuchtung, die aus der Dunkelheit entspringt. 

Weniger abrupt geht es beim Werk der slowenischen Komponistin Nina Šenk zu. «Changing» beginnt mit einem einzelnen Ton, an den langsam und stetig neues Material «angeklebt» wird. Entstanden nach der COVID-Pandemie, beschäftigt sich die Komposition mit Instabilität und Veränderungen. Dabei bleibt die monotone Grundidee stets wiedererkennbar, aber nie identisch. In leiser Vorwärtsbewegung hebt und senkt sich das Stück wie Atemzüge — so wird das Orchester mit vielfältigen Perkussionselementen sozusagen zum organischen Atemtrakt. 

Die zerstörerische, tragische Kraft der Natur kommt in Tan Duns Percussion Concerto «The Tears of Nature» zum Ausdruck, das drei reale Naturkatastrophen thematisiert. Hinter dem ersten Satz «Threat of Nature» steht das Erdbeben in Sichuan 2008 und ist den vielen betroffenen Menschen gewidmet. 

Auf die Brutalität der Natur, sagt der Komponist, folge das Bedauern — die Tränen der Natur. Der verheerende Tsunami in Japan inspirierte den zweiten Satz «Tears of Nature» und ist durchzogen von musikalischen Darstellungen des Wassers. Der dritte Satz «Dance of Nature» beruft sich auf Hurricane Sandy in New York und unterstreicht die Resilienz der Einwohner:innen. Denn das ganze Werk verliert trotz der Tragik eine wesentliche Botschaft nicht aus den Augen: die Stärke des menschlichen Geistes, der «nach Leben strebt, kämpft und mit der Natur tanzt»

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